Mittwoch, 19. Juni 2013

Der Abzug der UNDOF vom Golan


ב"ה
 
 
 
Der Anfang Juni geplante und mittlerweile begonnene Abzug der Blauhelme aus Österreich vom Golan löste nicht nur in der Österreichischen Presse durchaus kontroversiell geführte Diksussionen aus.
 
Noch am 30.Mai hatte Generalstabschef Othmar Commendar in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse betont: " Aber wir rennen jetzt nicht davon, die Entscheidung wird letztlich auf politischer Ebene getroffen."
 
Bereits wenige Tage später, am 06. Juni zog die Regierung in Wien die Notbremse. Nachdem syrische Rebellen die östliche Grenze zwischen der entmilitarisierten Zone und Syrien erobert hatten, wurde der schnellstmögliche Abzug der 380 Soldaten vom Golan beschlossen.
 
Hier mein Brief nach Wien.
 
 
 
Bundeskanzleramt
Ballhausplatz 2
1014 Wien

 
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Minoritenplatz 8
1014 Wien

 
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Rossauerlände 1
1090 Wien

 
Esther Scheiner

esther_scheiner@ymail.com                                                         10. Juni 2013

 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Spindelegger

Sehr geehrter Herr Minister Mag. Klug

 
Als in Israel lebende österreichische Bürgerin bin ich sehr enttäuscht, dass Sie beschlossen haben, das österreichische UNDOF Kontingent vom Golan abzuziehen.

Wie wichtig es seit 1974 war und immer noch ist, in der entmilitarisierten Zone zwischen Syrien und Israel UNO Soldaten einzusetzen, ist nicht erst wieder ins Bewusstsein der Menschen gekommen, seit in Syrien bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen.

Es ist vor allem auch die symbolische Bedeutung, zu wissen, an dieser Grenze erhalten wir Unterstützung. Wir werden nicht allein gelassen, mit unseren Bemühungen, dass unserer Bürger innerhalb gesicherter Grenzen leben können.  Auch wenn diese Grenzen in Teilen von Israel noch nicht dem entsprechen, was man als Grenze bezeichnen  kann, sondern einer Waffenstillstandslinie.

Waffenstillstandslinie am Ende eines Krieges, den wir nie gewollt haben. Über den Verlauf der Grenzen wird man diskutieren müssen, wenn das Angebot zu Friedensverhandlungen kommen wird.

Die Grenze zum Libanon wird ebenfalls durch UNO Blauhelme geschützt, die Grenze zu Jordanien ist seit dem Friedensvertrag mit Israel ruhig, was auch für die Grenze zu Ägypten gelten würde, wenn es dort nicht immer wieder vereinzelte Anschläge von nicht Nichtregierungsterrorgruppen geben würde.

An der Grenze zwischen Israel und Syrien war es seit 1974 ebenfalls weitgehend ruhig, die Menschen auf dem Golan, Drusen, Christen, Palästinenser und Juden konnten  sich dort ein Leben in relativem Frieden aufbauen. Dies war bisher möglich dank des UNDOF Einsatzes.

Wenn nun die Österreichischen Blauhelme in den kommenden Tagen und Wochen nach Hause zurückehren werden, so hinterlassen sie eine große Lücke. Immerhin stellten sie das größte Kontingent innerhalb des Einsatzortes.

Als Österreicherin in Israel fühle ich mich von meiner Heimat Österreich im Stich gelassen!

Als Österreicherin, die bis vor wenigen Jahren Steuern gezahlt hat frage ich mich, welchen Grund es haben mag, dass just in dem Moment, wo der Soldat in seiner Aufgabe als Soldat gefordert wird, die Heimreise antritt. Welches Mandat haben wir Steuerzahler seit 1974 finanziert?

Heute frage ich mich, und der Vorwurf geht nicht an die Soldaten, sondern an Sie, die Verantwortlichen, haben wir den Soldaten einen tollen Urlaub gezahlt?

Ich appelliere an Sie, Ihre Entscheidung zu überdenken.

Wir brauchen Sie, ohne die Beteiligung Österreichs ist der gesamte UNDOF Einsatzort gefährdet!

 
Mit freundlichem Gruß und shalom

 
Esther Scheiner



Erstaunlicherweise kam heute wirklich eine Antwort:

 
 
Frau 
Esther Scheiner 

Per E-Mail: esther_scheiner@ymail.com



Wien, am 19. Juni 2013


Sehr geehrte Frau Scheiner !


Der Herr Bundeskanzler dankt für Ihr Schreiben vom 16. Juni 2013 und hat sein
Bürgerinnen- und Bürgerservice mit der weiteren Bearbeitung beauftragt.

Sehr geehrte Frau Scheiner, zunächst dürfen wir Ihnen im Namen des Herrn
Bundeskanzlers für Ihre Anregungen danken. Sie können sicher sein, dass er Ihre
Ausführungen ernst nimmt, und in seine weiteren Überlegungen einfließen lässt.

Bezüglich Ihres Schreiben möchten wir auf die gemeinsame Pressekonferenz mit
Außenminister Michael Spindelegger und Verteidigungsminister Gerald Klug
verweisen, bei der Bundeskanzler Werner Faymann betonte, dass die Sicherheit
unserer Soldaten bei ihrer Friedensmission auf den Golanhöhen nicht mehr
gewährleistet werden könne.

Die österreichische Bundesregierung habe es sich nicht leicht gemacht. Die
Ereignisse hätten aber gezeigt, dass die Sicherheitszone nicht mehr respektiert
würden. Unsere Soldaten seien aber nicht dafür eingesetzt, in Kampfhandlungen
zwischen Regierungstruppen und Rebellen einzugreifen, so Bundeskanzler Werner
Faymann. Österreich wird sich aber weiterhin an internationalen Friedenseinsätzen
beteiligen. Die Teilnahme an friedenserhaltenden Maßnahmen ist für den Herrn
Bundeskanzler ein fixer Bestandteil der österreichischen Politik. 


Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen gedient zu haben und verbleiben 

mit freundlichen Grüßen
i.V. PUTZ 

Premierminister Netanyahu zeigte sich verärgert, hielt aber fest, dass es bedingt durch den Truppenabzug vom Golan klar geworden sei, dass Israel sich in Sicherheitsfragen nicht auf ausländische Truppen verlassen können.  Israel müsse sich um seine Sicherheit selber bemühen.







 



 

 

Dienstag, 18. Juni 2013

Barbra Streisand tritt erstmals in Israel auf - und tritt dabei den Orthodoxen auf die Füsse!


ב"ה
 
Barbra Streisand, Jahrgang 1942, brilliert seit fast 50 Jahren in Filmen, die jeder für sich, einzigartig waren. „ Funny Girl“, „An einem Sonntag ohne Wolken“, „Yentl“, „Herr der Gezeiten“, „Is was Doc?“ waren auch im deutschsprachigen Europa Kassenschlager.
Mit einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin in Funny Girl (1969) und vier weiteren Oscar Nominierungen würdigte die Filmwelt ihre Leistungen.

Mit 64 veröffentlichten Alben ist sie eine der produktivsten Künstlerinnen. Produktivität auf hohem Niveau! Den zweiten Oscar, diesmal für den besten Filmsong erhielt sie wohlverdient 1977 für den Song „Evergreen“ im Film „A Star is born“.

Morgen und übermorgen gibt sie erstmals in ihrer Karriere zwei Konzerte in Tel Aviv. Anlass dieses Doppelkonzertes ist der 90. Geburtstag unseres Präsidenten, Shimon Peres, im August.


Gestern ist ihr die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem für „ihre beruflichen Erfolge, ihre außergewöhnliche humanitäre Einstellung, ihre Vorreiterrolle im Bereich der Menschen- und Bürgerrechte, sowie ihren Einsatz für Israel und das jüdische Volk“ verliehen worden, so die Universität.

Streisand wäre nicht Streisand, wenn sie nicht die Dankesrede auch für kritische Anmerkungen genutzt hätte.
Es sei furchtbar, so sagte sie, lesen zu müssen, wie mancherorts Frauen in Israel gezwungen werden, im hinteren Bereich von öffentlichen Bussen Platz zu nehmen, oder hören zu müssen, dass an der Klagemauer Metallstühle auf Frauen geworfen würden, weil sie, ebenso wie Männer bei ihren Gebeten einen Tallit tragen und laut beten wollten. Beides, das Tragen des Gebetsschals und das laute Beten sind bei den Orthodoxen nur den Männern vorbehalten.

„Women of the wall“,  eine höchst aktive Gruppe liberaler Jüdinnen hat es mittlerweile, nach vielen Anfeindungen und Schmähungen immerhin geschafft, dass eine Lösung gesucht und auch bereits ins Auge gefasst wird. Es ist geplant, im Anschluss an den bestehenden Platz vor der Klagemauer einen weiteren Ort neben der jetzigen Frauensektion einzubinden, wo jene Frauen, die von den Orthodoxen permanent behindert werden, ungehindert beten können.  Allerdings haben die Palästinenser diese Lösung weit von sich gewiesen, weil sie befürchten, dass damit ihre Zugänge zum Tempelberg eingeschränkt würden. Was nicht stimmt!
Streisand  richtete sich mit ihrer Anklage klar gegen die demütigende Haltung, die, vor allem in von Orthodoxen bewohnten Gebieten, aber eben auch an der Klagemauer Frauen entgegengebracht wird.

Das nicht orthodoxe Israel erlebt sie ganz anders und beschreibt ihre Empfindungen dazu am Mikrokosmos der Universität:
„Eines der Dinge, die ich immer an dieser Universität bewundert habe, ist die Tatsache, dass hier Frauen und Männer, Juden und Araber, Christen und Muslime, in Israel Geborene und Immigranten gemeinsam in den Seminaren sitzen, dieselben Cafeterien teilen, von denselben Professoren lernen und zusammen von einem guten und erfüllten Leben träumen. Ich wünschte, die Welt wäre ein bisschen mehr wie die Hebräische Universität.“

Ihre Markenzeichen sind seit jeher: der leichte Silberblick und die große Nase. Die Nase hat sie nie korrigieren lassen, weil sie befürchtete, eine Korrektur könne ihre Stimme verändern.
Und das wäre wirklich sehr schade gewesen!





Sonntag, 16. Juni 2013

Petition gegen die Kennzeichnung israelischer Waren

ב"ה



Die German Media Watch hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Facebookgruppen eine Petition gegen die Kennzeichnung israelischer Waren erarbeitet und ins Netz gestellt.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, alle, die mit diesem Text konform gehen können, aufzurufen, die Petition zu unterschreiben und mit anderen zu teilen!


Die Petition ist aufrufbar unter:

http://www.petitionen24.com/aufruf_gegen_die_kennzeichnung_israelischer_waren

Freitag, 14. Juni 2013

Verwaiste Eltern treffen Jungen, der dank Organspende des Sohnes überlebte

ב"ה



Am Donnerstag fand im Schneider Medical Center für Pädiatrie eine bewegende Begegnung statt: Die Eltern des israelischen Jungen Noam, der vor etwa zwei Wochen bei einem Sturz aus dem Fenster zu Tode gekommen war, trafen auf den zehnjährigen palästinensischen Jungen Yaakub, dem durch die Nierentransplantation nach einer Organspende von Noam das Leben gerettet worden war (wir berichteten).


v.l.n.r. Yaakub, der Vater von Yaakub, die Mutter von Noam, der Vater von Noam, Prof. Yosef Peres, Leiter des Schneider Medical Center (Foto: Schneider Medical Center)

Sarit, Noams Mutter, erklärte: „Yaakub heute zu sehen, ist ein großes Glück. Ich wünsche ihm nur Gesundheit, dass er von hier gesund wieder aufsteht und all das genießen kann, was ihm sechs Jahre lang versagt wurde. Für mich ist es ein riesiges Glück, und ich habe das Gefühl, ein Teil von Noam sei noch am Leben. Das ist für mich ein großer Trost.“

Souhaila, die Mutter Yaakubs, sagte unter Tränen: „Ich danke der Familie von ganzem Herzen.“


v.l.n.r. Yaakub, der Vater von Yaakub, der Vater von Noam (Foto: Schneider Medical Center)

Für die Eltern von Noam war die Entscheidung, seine Niere für eine Spende zur Verfügung zu stellen, nicht selbstverständlich: Da Organspenden im Judentum umstritten und die Eltern Sarit und Avi religiös sind, berieten sie sich in dieser schweren Stunde mit einem Rabbiner, ob er unter religiösen Aspekten eine Organspende für erlaubt halten würde.

Die Transplantation wurde im Schneider Medical Center durchgeführt, dem Krankenhaus, das landesweit mit Abstand die meisten Organtransplantationen an Kindern durchführt. Seit ihrer Gründung hat die Kinderklinik über 400 Herz-, Lungen-, Leber- und Nierentransplantationen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen vorgenommen.

(Schneider Medical Center, 12.06.13)

Montag, 10. Juni 2013

Ein selbsthassender Jude - Moshe Zuckermann

ב"ה
 
 

Moshe Zuckermann, einer der selbsternannten oberintellektuellen Weltverbesserer und Visionisten in Bezug auf die Zukunft Israels hat wieder zugeschlagen.

 

Am 31. Mai präsentierte er in der Ladengalerie der „jungen welt“, einer marxistisch-linksorientieren Tageszeitung, den zweiten Band seiner Trilogie „Wider den Zeitgeist“. Zwei Stunden lang monologisierte Zuckermann seine Antworten auf Fragen vom Moderator, der sich als perfekter Stichwortgeber outete. Allerdings ließen auch die Publikumsfragen den Verdacht aufkommen, dass die Fragen zuvor verteilt worden waren.
Das Hauptthema, so der Autor, lautete „Antisemitismus“. Zuckermann arbeitete das Thema auf zwei Ebenen ab: einer allgemeine Ebene und einer zweiten, die sich vor dem Hintergrund des „Antisemitismusverdachts bei der Linkspartei“ entwickelte. Und kam zu erstaunlichen Folgerungen:
In Israel sei, zeitgleich oder als Folge der zweiten Intifada, die politische Linke fast ausnahmslos weggebrochen. Die Befürworter des Friedensdialoges mit den Palästinensern  seien damit quasi paralysiert worden.  Als Folge dieser Paralyse, so schließt er, war es den Deutschen nicht mehr möglich, sich gleichzeitig sowohl mit den Palästinensern, als auch mit den Israelis zu solidarisieren, so dass man sich gezwungen gesehen hätte, sich für eine Seite zu entscheiden. In den Augen Zuckermanns geriet diese Solidarisierung aber zu einem, wie er es nennt „Fetisch“. Solidarität ohne den kritischen Blick auf die Realpolitik in Israel, unkritisch und auf dem Hintergrund der deutsch-israelischen Geschichte, die damit mehr und mehr instrumentalisiert wurde.
Zuckermann versteigt sich zum alles erklärenden Satz:  „Weil eben Deutsche an Juden verbrochen hatten, was sie im 20. Jahrhundert nun mal verbrochen haben.“ Ein Satz, eine Aussage, die in einer Sprache daherkommt, die nur von jemandem kommen kann, für den  das Thema Holocaust nur noch einer Fußnote in der Geschichte wert ist!
Für Zuckermann ist der Begriff Antisemitismus sinnentleert, ja er reduziert ihn auf eine Frage der Konjunktur, der Befindlichkeit und der politischen Manipulation. Damit sei Tür und Tor geöffnet für alle  Zuordnungen, wer in den Augen der Juden als Antisemit gilt: jeder, der sich israelkritisch äußert und jeder der sich Zionismus kritisch äußert.
Um dieser These einen vermeintlich wissenschaftlichen Überbau zu geben, beschreibt er das Procedere wie folgt: “… und das [die Zuordnungen]  machen sie mittlerweile nicht nur mit einer ganz großen Polemik, sondern mit auch einer Pseudowissenschaft, mit der man sozusagen irgendwie pseudowissenschaftliche Kriterien für den Antisemitismus herstellt, und dann untersucht, ob diejenigen, die man sich ohnehin schon als Ziel gesetzt hat, ob die in diese Definition reinkommen. (…) und dann müssen Sie nur noch die Argumente so zusammentragen, dass es passt.  Dass die Definition des Ziels und die Argumente miteinander passen (…) Und lassen Sie sich von mir gesagt sein,  das lassen Sie sich von mir gar nicht gesagt sein,  aber sofern Sie sich von mir etwas gesagt sein lassen wollen  – mit Wissenschaft hat das nichts zu tun!“
Und damit ist klar:  Zuckermann postuliert weitgehend alle Zuschreibungen, wer  in unseren Augen Antisemit ist, als hausgemachte Hysterie auf der Basis von Pseudowissenschaften!
Dass sich der moderne Antisemitismus gerne hinter den Nebenschauplätzen: Antizionismus und Israelkritik verbirgt, ist ein offenes Geheimnis. Auch dies versucht Zuckermann erfolgreich bei seinen gläubigen Zuhörern zu widerlegen: „Ich möchte das jetzt nicht nochmal wiederholen, ich hab das auch in diesem Raum schon mehrfach wiederholt: das sind drei Paar Schuhe! Sie können miteinander verbandelt sein, aber sie sind es nicht von Vorneherein und sie sind es auch nicht im Wesen der Sache. Man kann sehr gut israelkritisch sein, ohne antisemitisch zu sein, man kann sehr wohl sehr Zionismus kritisch sein und dabei ein Israel gutheißen, nämlich ein anderes Israel als das rein zionistische. Man kann auch Antisemit sein und dabei  Israel gutheißen und Zionismus gutheißen.“ Diese kruden Gedankengänge kann aber nur derjenige verstehen und gutheißen, der auch den nachfolgenden Satz ohne Probleme verinnerlichen kann: „Die meisten Antisemiten in der Welt halten heute Israel für sehr gut, weil  Israel sie genau da, in ihrem Ressentiment abfüttert, also abfedert. Israel liefert heute recht viel, was Antisemiten, die eh schon mit ihren Ressentiments beladen sind, verwerten können.“
Was in eine einfache und alltagstaugliche Sprache übersetzt nichts anderes heißt, als: Israel ist schuld daran, dass es den Antisemitismus gibt!
An dieser Stelle scheint es durchaus opportun, kurz einzuhalten und etwas über die Vitae des Herrn Professor Zuckermann zu erfahren. Er wurde 1949 in Tel Aviv als Kind von polnisch-jüdischen Eltern geboren, mit denen er  im Alter von elf Jahren nach Deutschland emigrierte. 1970, mit 21 Jahren ging er zurück nach Israel. Er ist Professor für Geschichte und Soziologie an der Universität Tel Aviv  und seit  2010 wissenschaftlicher Leiter der Sigmund Freud Privatstiftung in Wien.  Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was ausgerechnet diesen Prototypen des  selbsthassenden Juden dazu befähigen soll, wissenschaftlicher Leiter einer zutiefst jüdisch geprägten  Institution zu sein.  Denn nichts anderes war Freud, als ein Jude, der mit sich und seinem Glauben rang. Der seine Wurzeln, die in einem orthodoxen Elternhaus verankert waren, nie verleugnete, auch wenn er 1918 schrieb: „Ganz nebenbei, warum hat keiner von all den Frommen die Psychoanalyse geschaffen, warum musste man da auf einen ganz gottlosen Juden warten?" Im Laufe seines Lebens wird in seinen Briefen und Vorträgen mehr und mehr eine Art von trotzigem Stolz auf seine jüdische Identität spürbar.
Auch in der anschließenden Diskussion wird Zuckermann nicht müde, den Antisemitismus pseudowissenschaftlich zu analysieren und führt dazu den Begriff des Anti-Antisemitismus ein, den er als von den gleichen Ressentiments erfüllten Zustand ansieht, wie den des Antisemitismus. Der anschließende Diskurs kommt zum Schluss,  dass das grundlegende Problem beginnt, sichtbar und spürbar zu werden, wenn das Individuum in seiner historischen, sozialen, psychischen und kulturellen Konkretheit nicht mehr wahrgenommen wird, sondern nur mehr als Argument für etwas anderes herhalten muss.
Zuckermann setzt den Anti-Antizionismus dem Rassismus gleicht. Damit nähert er sich  inhaltlich der UNO Resolution 3379 an, in der Arabische Staaten den Zionismus als Rassismus zu definieren verlangten.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt Zuckermann mit der Prognose für die zukünftige Palästinapolitik Israels.
Sein Wunschziel zum heutigen Tage, wie er betont, ist die Zwei-Staaten-Lösung, die, „irgendwie“ die Wünsche und Vorstellungen beider Seiten berücksichtigen müsse.“ Das jüdisch –israelische Kollektiv, das seinen eigenen Staat haben will und die Selbstbestimmung,  und das palästinensische Kollektiv,  als ein sich selbst bestimmendes Kollektiv, Kollektivsubjekt.“
Er stellt fest, dass der Prozess derzeit stagniert, und findet den Verursacher  erwartungsgemäß ohne Probleme: „Vor allem bin ich der Meinung, weil die Israelis nicht daran interessiert sind – ich werde gleich analysieren, warum – aber auch deshalb, weil die Palästinenser sich mittlerweile darauf eingestellt haben, dass die Israelis es nicht wollen, und deshalb selber abstinent geworden sind.“  Zuckermann verleugnet  an dieser Stelle die belegbaren Fakten,  blendet aus, dass es immer und immer wieder die Palästinenser waren, die die Verhandlungen torpediert haben. Und er findet gar noch einen zweiten Verursacher für die verfahrene Situation: „Es gab noch Zeiten, wo das Wort Amerikas noch etwas gegolten hätte, jetzt offenbar gilt es nicht, deshalb auch, weil die Amerikaner auch nicht unbedingt etwas wollen.  Denn wollten die Amerikaner den Frieden durchsetzen zwischen Israelis und Palästinensern, im Sinne der Zwei-Staaten-Lösung, könnten sie Israel in Zugzwang setzen. Innerhalb von einer Woche könnten sie sie dazu bringen,  sie könnten die Palästinenser dann reinpeitschen.“ Solange die amerikanischen Interessen nicht angekratzt werden, setzt er fort, ist ihnen [den Amerikanern] egal was im Nahen Osten passiert, und, sie würden auch nicht einschreiten, wenn sie [Israelis und Palästinenser] sich gegenseitig die Köpfe einschlagen würden.
Ist das die Sprache eines Wissenschaftlers, der objektiv versucht, die politische Situation seines Heimatlandes im Ausland zu erklären? Reduziert man seine Aussagen auf einen Minimalinhalt, so wäre dieser:
a.       Allein die Israelis sind die Friedensverhinderer
b.      Der angeblich beste Freund der Israelis spielt mit falschen Karten
c.       Die Palästinenser sind ausschließlich Opfer
Nach diesen Aussagen, die sein Misstrauen in die Ernsthaftigkeit der israelischen und der amerikanischen Politik widerspiegelt, versteigt er sich zu einer weiteren Vision, die an Zynismus nicht mehr zu überbieten ist:
Vorausgesetzt, eine israelische Regierung (wie er sie aber seit Jahren und auch heute nicht sieht) würde die Zwei-Staaten-Lösung vollumfänglich akzeptieren, so wäre dies, so sein Menetekel, nur zum Preis von bürgerkriegsähnlichen Zuständen möglich.
Damit aber immer noch nicht genug, Zuckermann hat noch ein letztes Orakel für sein Publikum.
Ohne die Zwei-Staaten-Lösung verselbstständigt sich die Struktur dahingehend,  dass sich auf dem Gebiet „vom Mittelmeer bis zum Jordan“ (diese Diktion erinnert an die Aussagen von Hamas und PLO, die genau dieses Territorium als das zukünftige Staatsgebiet des selbstverständlich judenfreien Staates Palästina definieren!) eine, wie er es nennt „objektive binationale Struktur“ entwickelt. Begründet mit der höheren Geburtenrate bei den palästinensischen Frauen sieht er eine Verschiebung in der Bevölkerungszahl.  Bestenfalls, so seine Prognose, wird sie bei beiden Völkern gleich hoch sein, schlimmstenfalls wird die jüdische Bevölkerung zur Minorität im eigenen Land. Das von Zuckermann heraufbeschworene politische Horrorszenario gipfelt in einem Satz: „Wir [die Israelis] sind die Minorität, aber wir bewahren hier den Anspruch, dass der Staat weiterhin ein zionistischer Staat bleibt.“ Israel würde sich dann zwangsläufig zu einem echten Apartheit Staat entwickeln.
Mit dieser Prophetie, die Zuckermann wohlweislich nicht als die wahrscheinlichste benennt, aber von deren Möglichkeit er immerhin spricht, reiht er sich in die Reihe derer ein, die Israel ganz offen als „Apartheit Staat“ bezeichnen. Unter ihnen auch  SPD Chef Sigmar Gabriel. Und Lutz Herden, der Ressortleiter „Politik“ in der Privatzeitung von Jakob Augstein „Der Freitag“.
Die letzte Variante, die Anerkennung der so entstandenen neuen Realität und deren Integration in den politischen Alltag sieht er für 99,9% der jüdischen Bevölkerung als nicht vorstellbar an. 
Hieße das doch, sich vom Zionismus zu verabschieden.


 

Montag, 3. Juni 2013

"Jeder, der eine Seele erhält: es wird ihm angerechnet, als hätte er die ganze Welt erhalten"

ב"ה
 
 
 
Der erst drei Jahre alte Noam Naor wurde von den behandelnden Ärzten für hirntot erklärt, nachdem er bei seinem Fall aus dem vierten Stock seines Elternhauses irreversible Hirnschäden erlitten hatte.
Nach seinem Tod trafen seine Eltern die für sie schwerste Entscheidung ihres Lebens. 
Sollten sie der dringenden Bitte der Ärzte des Tel Hashomer Krankenhauses  in Tel Aviv nachkommen und einer Organspende zustimmen? Sarit Naor und ihr Ehemann, die Eltern von Noam sind beide religiös. Daher wollten sie diese Entscheidung nicht alleine treffen, sondern berieten sich erst mit ihrem Rabbiner, der seine Zustimmung spontan gab.
Der anschließende Abgleich mit der Liste derer, die auf eine neue Niere warten, ergab als einzigen Treffer den 10 jährigen Yakoub Ibhisad aus Bethlehem.  Yakoub wurde während der letzten sieben Jahre im Sha’arei Zedek Krankenhaus in Jerusalem seine lebenserhaltende Dialysebehandlung bekommen. Alle Versuche, innerhalb seiner Familie eine passende Spenderniere zu finden, waren erfolglos verlaufen.
Yakoub hatte das große Glück, dass Noam nur als Spender für Empfänger von bis zu 30 KG in Frage kam.
Und er hatte das Glück, dass er in Israel und auf Kosten Israels behandelt wurde, obwohl die Palästinensische Autonomiebehörde für die Kostenübernahme zuständig wäre.
Die Transplantation fand im Schneider Children's Medical Center in Petah Tikva statt. Yakoub wird in wenigen Tagen nach Hause entlassen werden.
Für die Eltern von Noam war es ohne Bedeutung, dass es palästinensischer Patient der Spendenempfänger war. Im Gegenteil,  die Mutter hofft, mit ihrer Entscheidung einen kleinen Beitrag zur Verständigung zwischen Palästinensern und Israelis geleistet zu haben. Und „Es ist gleichgültig, wer die Nieren bekommt, solange ein Kind weniger die Dialyse über sich ergehen lassen muss.“, wird Noams Vater zitiert.
Ich hoffe, dass es nach dieser großartigen Entscheidung, die einem Kind ein neues Leben bescherte, gelingt, dass sich beide Familien treffen, und dass das Treffen nicht den schlechten Nachgeschmack hinterlässt, wie eine ähnliche Geschichte aus dem Jahr 2007.
Damals hatten die Eltern des von Israelischen Soldaten erschossenen Ahmed Khatib einer Organspende an drei Kinder zugestimmt. Der Besuch bei den Familien der Organempfänger konnte unterschiedlicher nicht ausfallen. Bei den Drusen und Beduinen herrschte einfach Dankbarkeit, dass ihre Kinder leben durften. Einzig der Besuch bei der jüdisch-orthodoxen Familie hinterliessTraurigkeit und Wut. Neben einer gewissen Dankbarkeit überwog ihre Kritik an den Palästinensern. „Diese verrückten Araber versuchen ständig, uns umzubringen", sagte der Vater vor laufender Kamera. (Das Herz von Jenin, ein Dokumentarfilm von Marcus Vetter und  Leon Geller, 2008)
Der bekannte Teil des Talmud Zitates muss in den Gesamtzusammenhang gestellt werden, um die Bedeutung als Ganzes zu verstehen:
„Der Mensch wurde deshalb einzig erschaffen, um dich zu lehren, dass, wenn jemand eine Seele vernichtet, es ihm die Schrift anrechnet, als hätte er eine ganze Welt vernichtet, und wenn jemand eine Seele erhält,  es ihm die Schrift anrechnet, als hätte er  die ganze Welt erhalten. Ferner auch wegen der Friedfertigkeit unter den Menschen, damit nämlich niemand zu seinem Nächsten sage: Mein Ahn´ war grösser als deiner.“ (Der Babylonische Talmud, Lazarus Goldschmidt, Band VIII, s. 603)
Manchmal ist es wichtig, die alten Schriften auf ihre Tagesaktualität hin anzuschauen.


Donnerstag, 30. Mai 2013

Offizier und muslimischer Zionist

ב"ה
 
 
 
Eine solche Lebensgeschichte kann es nur in Israel geben.
Gerade weil Israel immer wieder fälschlicherweise als Apartheid Staat bezeichnet, und des Rassismus beschuldigt wird und wir uns anhören müssen, dass unsere Gesellschaft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft sei, in der unsere arabischen Mitbürger, egal ob christlich oder muslimisch  benachteiligt würden, ist es wichtig, Stimmen wie diese zu hören.
Foto aufgenommen von Michal Yaakov Yitzhaki
 

 
„Ich bin Kommandant eines IDF Ausbildungs Camps in Tze´elim.“ sagt Ala Wahib zu Beginn der Unterhaltung und seine  Augen glitzern. „Ich bin dort Vater und Mutter gleichzeitig.“ fügt er hinzu. „Das einzige, was mir wirklich fehlt, ist jemand, mit dem ich mich austauschen kann, und so klopfe ich mir manchmal selber auf die Schulter, und sage zu mir: Hey, du bist gut, schau, wie weit du es gebracht hast!“
Er hat dieses Lob wirklich verdient. Es ist nicht alltäglich, dass ein arabischer Muslim aus einem Dorf, dessen Einwohner mehrheitlich das Existenzrecht Israels verleugnen, in der Israelischen Armee dient. Und er dient nicht einfach.  Major Wahib, 32, ist derzeit der höchste Offizier arabischer Herkunft in der IDF. Er ist sehr patriotisch, ein echter Zionist. Genau wie diejenigen, die am Unabhängigkeitstag eine der Fackeln zu Beginn der Zeremonie entzünden.
Trotzdem kam Wahib mit einer gewissen Nervosität zu diesem Interview. Auch heute noch, nach zwölf Jahren im Israelischen Militär fühlt er sich noch nicht wohl dabei, seine Ansichten in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Jahrelang hat er einen Kampf an mehreren Fronten gefochten: er kämpfte gegen die Dorfbewohner, die ihn bis heute als Verräter bezeichnen und er kämpfte gegen die Militärbürokratie, die seine Motive nie ganz verstand.
„In meinem Dorf können sie nicht verstehen, was mich motiviert hat, ein Land zu schützen, das nicht das Meine ist. In der Armee gibt es Menschen, die mich kennen, und mir unbedenklich überall hin folgen, und es gibt die, die mich nicht kennen und nicht wissen, wie sie sich mir gegenüber verhalten sollen.“
Also, warum hat er sich entschlossen, dieses Interview zu geben, mit  erkennbarem Gesicht und unter seinem vollen Namen? „Weil es mir wichtig ist, der arabischen Öffentlichkeit zu zeigen, was sie verpassen. Es gibt doch einige unter ihnen, die gerne dienen möchten, aber sie haben Angst und sie haben keine Ahnung, ob sie von ihrem Umfeld akzeptiert würden. Es ist wichtig für mich, ihnen meinen Weg, den ich gegangen bin zu zeigen und ihnen klar zu machen, dass dies möglich ist.“ Trotzdem, seine Hand bleibt während des gesamten Interviews mit seiner Waffe verschmolzen. „Sie ist meine Sicherheit. Sie ist die einzige Möglichkeit, mich zu schützen.“
 
Sein Hebräisch ist perfekt und ohne jeden Akzent. Er könnte fraglos als beliebige Einwohner von Tel Aviv durchgehen. Eine Karte mit militärischen Trainingsgebieten hängt an der Bürowand, seine grünen Augen wandern immer wieder darüber, als wollten sie sicher gehen, dass alles unter Kontrolle sei. Immer wieder klopft ein Soldat an der Tür und bittet um Instruktionen. Einer von ihnen, der uns als Presseteam erkennt,  kann sich nicht verkneifen, uns zu sagen. „Schreibt, er ist der beste Kommandeur weit und breit!“ Wahib versucht, ein verlegenes Lächeln zu verstecken und schickt den Soldaten zurück zu seiner Arbeit.
Sich selbst beschreibt er als „zionistisch israelischer Araber“. Vor vier Jahren besuchte er, gemeinsam mit Dienstkollegen, die Nazi KZs in Polen, als Teil des „Zeugen in Uniform“ Programms. „Als Kind“, sagt er, „wuchs ich in einer Gesellschaft auf, die den Holocaust verleugnet. Als ich in Polen ankam, war ich geschockt. Ich habe viel geweint. Es war schwer diese Sache, den Genozid, zu begreifen. Es war etwas sehr bedeutsames, ich stand da auf polnischem Boden, die Israelfahne in der Hand, noch dazu in der Uniform des Israelischen Militärs. Aber diesmal standen wir in einer ganz anderen  Position dort, es war der Beweis, dass man uns nicht zerbrechen kann.“
Wenn Wahib „wir“ sagt, meint er das Jüdische Volk. „Ich gehöre dem Muslimischen Glauben an und werde ihn niemals aufgeben. Aber ich denke, dass Zionismus mehr als eine Religion ist. Er spiegelt genau meine Empfindungen wider, meine Zugehörigkeit zum Staat Israel und zur israelischen Gesellschaft. Und meine Verpflichtung, die ich habe, dieses Land, dessen Teil ich bin, zu schützen und zu bewahren.“
Warte einen Moment. Heißt Israels Sicherheit zu schützen, nicht, dein Volk zu bekämpfen?
„Schau, ich war im Libanon, Gaza, Judäa und Samaria und ich war in zahlreiche Zusammenstöße verwickelt, bei denen mein Leben in Gefahr war. Ich habe niemals, nicht einmal für eine Sekunde, daran gedacht, den Dienst zu quittieren. Ich habe mich nie gefragt: was tust du hier? Was mich angeht, gibt es keine andere Möglichkeit.“
Ich habe nie Steine geworfen!
Wahib wurde im Dorf Reineh in Galiläa geboren, heute leben dort 17.000 Menschen. Ca. 80% sind Muslims. Sein Vater ist in Syrien geboren, er hatte zwei Frauen mit jeweils vier Kindern. Wahib ist der zweite Sohn der zweiten Frau. Heute lebt er allein im Dorf, in einem großen Haus, das er selber gebaut hat. Der Zwiespalt seines Lebens wird auch in seinem Haus sichtbar: moderne Israelische Möbel, neben traditionellen Arabischen Stücken. Zwei steinerne Hunde begrüßen die Gäste, vielleicht eine Warnung an alle fernzubleiben, die in unfreundlicher Absicht kommen.
Seine Familie lebte auf der anderen Seite des Dorfes, ohne Kontakt zu ihm. „Nicht, weil ich zur Armee gegangen bin.“ betont er, “Es hätte für meine Familie schon Sinn gemacht, meinen Eintritt ins Militär abzulehnen,  aber damit konnten sie leben. Mein Vater hat mich sogar unterstützt. Das Problem war, dass ich nach seinem Tod ein christliches Mädchen kennen gelernt habe. Meine Mutter verbot die Beziehung und die ganze Familie übte heftigen Druck auf uns aus, uns zu trennen.  Es gab immer wieder  heftige Auseinandersetzungen. Ich wollte nicht aggressiv werden. Wir hatten keine Chance, außer uns zu trennen. So, wie es jetzt aussieht, werden wir nie eine Chance haben, zusammen zu kommen. Deshalb habe ich die Beziehung zu meiner Familie gekappt. Die einzigen Familienmitglieder, zu denen ich noch Kontakt habe, sind die andere Frau meines Vaters und ihre Kinder. Sie sind jetzt meine Familie.“
Der Preis, den er tagtäglich zahlt, um in der Armee zu dienen, ist hoch. Er hat mit niemandem aus dem Dorf Kontakt und seine einzigen Besucher sind seine Kollegen aus der Armee. „In der arabischen Gesellschaft ist man immer in das Leben der anderen um einen herum involviert, es gibt keine Privatsphäre.“ sagt er traurig, „Manchmal ziehe ich die Gesellschaft der Kühe vor, die in der Nähe weiden. Sie richten nicht über mich, sie lassen mich mein Leben in Frieden leben. Ich habe das Haus gebaut, um allen zu zeigen, was ich erreicht habe – in unserer Gesellschaft ist die Größe des Hauses ein Gesellschaftssymbol. Heute bindet mich nichts mehr an das Haus. Wenn man mich heute fragt, wo mein Heim ist, dann sage ich sofort, dass mein Zimmer im Camp mein Heim ist.“
Warum verlässt du das Dorf nicht?
Ich habe einige Jahre in jüdischen Gemeinden gelebt – in Yavne´el, Korazim und She´ar Yashuv. Vor einem Jahr bin ich zurück ins Dorf gekommen.  Ich nehme an, ich werde bald wieder weggehen. Es ist dir vielleicht aufgefallen, dass ich noch keinen Garten angelegt habe. Solange es noch keinen Garten gibt, ist das Haus kein Heim. Ich habe es noch zusammen mit meiner christlichen Freundin dekoriert. Es wird mir schwerfallen, das Haus zu verlassen, es gibt so viele Erinnerungen.“
Die überwiegende Mehrheit des Dorfes erkennt das Recht Israels auf „Palästinensischem Land“ nicht an. Wahib sagt, dass er seit seiner Geburt lernte, dass Israel den Palästinensern das Land gestohlen habe. „Selbstverständlich definierte ich mich als Bürger von Palästina. Ich erkannte die Israelische Fahne nicht an und sah mich absolut nicht als Teil dieses Landes. Manchmal habe ich an anti-israelischen Demonstrationen teilgenommen, aber ich habe nie Steine geworfen.“
Er wachte auf, als er mit 14 Jahren begann an der technologischen Mittelschule, einer christlichen Internatsschule  in Nazareth zu studieren. Dort war er das erste Mal mit der modernen Welt konfrontiert. Die Entfernung von seinem Dorf und seiner Familie führte trug das Ihre dazu bei, seine Identität maßgeblich zu verändern.
„Die Kultur christlicher Araber ist der europäischen ähnlich. Sie sind weniger fanatisch und viel moderner als Muslims. Der Unterricht entsprach den Vorschriften des Bildungsministeriums, und plötzlich tat sich mir eine Welt auf, von der ich noch nie gehört hatte. Ich entdeckte, dass Juden nicht so schlecht waren, wie man mir eingetrichtert hatte Ich entdeckte, dass sie gute Seiten haben, die mich ansprachen. Ich entdeckte ihre Prinzipien und wie sie einander beschützten. Und ich spürte, ich wollte Teil dieses Landes werden.
Mit 18 wurde er auf der Suche nach Arbeit bei einem Arbeitsvermittlungsbüro vorstellig. Er wurde zur Firma Rabintex vermittelt, die in Bet She´an Verteidigungsausrüstung herstellt. „Ich habe Helme hergestellt, schusssichere Westen und Splitterschutzwesten. Damals habe ich begonnen, Dinge anders zu sehen und anders zu denken. Ich habe damals auch angefangen, Hebräisch zu sprechen. Man kann sagen, ich habe mich aus der Blase befreit, in der ich bis dahin gelebt hatte. Meine Augen begannen sich zu öffnen. Und nachdem das geschah, war es schwer, sie wieder zu schließen.“
Die Einberufung
Wahib bewarb sich bei der IDF. „Alle paar Wochen bin ich zum Stellungsbüro in Tiberias gefahren, um nachzufragen,  warum ich nicht einberufen würde. Die einzige Antwort, die ich bekam war: du musst warten, wir haben noch keine Antwort. In dem Augenblick habe ich aufgegeben. Ich beschloss mich an einem Kolleg für Maschinenbautechnik in Haifa einzuschreiben.“
„Plötzlich, nach zwei Jahren des Wartens, an einem wunderschönen Morgen, rief die Armee an. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Sie sagten: geh übermorgen zum Einführungszentrum. Ich hatte keine Ahnung, was das war. Ich hatte keine Ahnung, was ich mitnehmen sollte. Ich verabschiedete mich von meinen Eltern, packte ein paar Sachen zusammen und ging.“
Als Freiwilliger wünschte er bei den „Nahal“ Infanteristen dienen. Er hatte keine Ahnung, für was Nahal stand, aber ein Freund hatte ihm gesagt, dies sei eine gute Einheit. „Im Einführungszentrum dachte ich, ich müsse einen guten Eindruck machen, weil die  anwesenden Offiziere über meine Zukunft entscheiden würden. Und so tat ich eine ganze Woche lang alles, was dem Übungsleiter einfiel: ich übernahm jeden Küchenjob,  sammelte sogar ungefragt Zigarettenstumme auf, nur damit ich zur Nahal Einheit kam. Jede andere Einheit hätte ich abgelehnt. Ich weiß nicht, was der Grund war, aber am Ende wurde ich in ein Nahal Ausbildungscamp geschickt. Niemand war glücklicher, als ich.“
Wahibs erste Tage beim Militär fielen mit einer sehr stürmischen Zeit in Israel zusammen, der zweiten Intifada. In seinem Dorf und in den Nachbardörfern in Galiläa brachen Unruhen aus. „Die Angst war unerträglich, ich habe schon darüber nachgedacht, die Armee zu verlassen. Eine der Gefahren war, in der Uniform nach Hause zu gehen. Die Armee schlug mir vor, mich an der Bushaltestelle umzuziehen, um Konfrontationen zu vermeiden. Aber mir war klar, ich musste weitermachen, mit dem an was ich glaubte. Trotzdem, ich benutzte Seitenstraßen, um so wenigen Menschen als möglich zu begegnen.“
„Ich erinnere mich bis heute, mit welchen Blicken ich bedacht wurde, wie die Kinder „Jude“ und „Verräter“ hinter mir herriefen. Ich verstand sehr schnell,  dass es besser war, einfallsreich zu sein, als die Wahrheit hinauszuposaunen. Ich versuchte, möglichst spät heimzukommen, um nicht aufzufallen.“
Vermeidest du es immer noch, in der Uniform im Dorf herumzulaufen?
 „Ja, ich möchte kein Unruhestifter sein! Manchmal komme ich abends spät und hungrig heim und möchte etwas zum Essen kaufen. Aber in der Uniform traue ich mich nicht. Bis ich nach Hause komme und mich umgezogen habe, habe ich meist keine Energie mehr, nochmals hinauszugehen. Einmal wollte ich provokant sein und kam mit einer am Auto befestigten Israelfahne ins Dorf. Ich war sicher, dass mich jemand sehen würde, aber ausgerechnet an diesem Morgen war alles ausgestorben.“
Und wie haben dich die Soldaten behandelt?
Es gab immer welche, die Angst hatten, sich entfernt von mir hielten, nichts mit mir zu tun haben wollten, nicht mit mir sprachen und mich „Araber“ nannten. Aber alle, die gemeinsam mit mir dienten, wussten, dass  ich immer auf ihrer Seite war. Schlussendlich wurden meine Bettnachbarn so etwas wie meine Familie. Sie aßen gemeinsam mit mir und teilten alle Leckereien, die sie in Paketen von daheim bekamen.“
Wahib seinerseits, damals noch mit dem wenigen Hebräisch, und das noch dazu mit starkem arabischem Akzent erkannte, dass er härter arbeiten musste, um innerhalb dieser Familie akzeptiert zu sein. „Ich habe mir den Arsch aufgerissen, ich habe Menschen getragen, ich habe Blut gespuckt. Ich habe fast jede Ausbildungsstufe mit Auszeichnung abgeschlossen. Plötzlich nahm ich wahr, dass man sich über mich unterhielt. Ich erkannte, dass ich gut war.“
Trotz seines Erfolges war ihm klar, dass sein ethnischer Hintergrund ihn nie verlassen würde, gleichwohl wie viele Auszeichnungen er bekommen würde. Statt zur weiteren Ausbildung der Aufklärungseinheit ausgewählt zu werden,  wurde er zu einer anderen, weniger elitären Gruppe zugeteilt. Hier musste er auch erfahren, dass er bereits einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen worden war, und welch großes Hindernis seine Herkunft für seine Karriere war. „Ich habe die Grundausbildung mit einer Auszeichnung beendet. Typen, die nicht so erfolgreich waren wich, wurden der Elitetruppe zugewiesen und ich nicht. Ich war zutiefst verletzt, forderte Antworten von meinem Vorgesetzten ein, und ließ nicht locker, bis er mir schlussendlich zugab, die Entscheidung sei das Ergebnis meiner Sicherheitsüberprüfung.“
Den Vorbereitungskurs für Offiziere absolvierte er als Drittbester seiner Truppe, um dann, aus dem bekannten Grund nicht am Offizierskurs teilnehmen zu dürfen. Seine Gefühle waren verletzt und er bat um eine längere Auszeit. Er saß daheim und wartete. „Ich hatte eine Riesenkriese.“ Sagt er, und man kann heute noch die Sorgen spüren. “Ich hätte fast aufgegeben und um meine Entlassung gebeten. Ich konnte nicht verstehen, warum ich alles gegeben hatte und nur endlose Hindernisse im Gegenzug erhalten hatte. Ich konnte nicht verstehen, warum ich immer und immer wieder meine Loyalität unter Beweis stellen musste.“
Eine Woche saß Wahib zuhause und wartete auf eine Antwort. Schließlich kam das OK für den Kurs und Wahib war außer sich vor Freude. Nach dem Ende des Offizierskurses wurde er wieder an seine alte Basis geschickt, um dort als Kommandant  für den Grundkurs zu dienen. Zu wissen, dass er an mit zukünftigen Generationen von IDF arbeiten würde, war ein überwältigendes Gefühl. „Zum ersten Mal hatte ich Kämpfer unter meinem Kommando, 56, und ich verstand die wahre Bedeutung von Führungsqualitäten. Ich betreute gerade erst eingerückte Soldaten und habe sie zu dem Typ von Soldat gemacht, wie ich ihn mir vorstelle.“ sagt er stolz, „Ich habe sie wirklich geprägt.“
Niemand erwischt mich unvorbereitet!
Während der zahlreichen Kommandos, die er innehatte, fand sich Wahib immer wieder in komplexen Situationen. Zu einer solchen Situation kam es, als er Kommandant der Brigade war, die im südlichen Gazastreifen operierte, genau zu der Zeit, als im Jahr 2005 der Rückzug aus Gaza im Gange war. „Ich stand vor den Juden, und sie konnten nicht glauben, dass ich da war, um sie zu schützen. Die Situation war extrem aufgeladen. Rückblickend betrachtet, denke ich, dass ich sie bewältigte, ohne, dass es zu zusätzlichen Gewaltausbrüchen kam.“
Nach 1 ½ Jahren verließ Wahib  seine Einheit erstmals, um als Trainer in einer Basis zu arbeiten, wo die Soldaten auf den Häuserkampf vorbereitet werden. Dort wurde ihm klar, wie viele, ganz unterschiedliche Einheiten diese Trainingsanlage nutzen. Nach weiteren 1 ½  Jahren diente er als Kommandant in Judea und Samaria.
„Ich fand mich in Judea und Samaria wieder, musste mich mit der fanatischen arabischen Bevölkerung gleichermaßen auseinandersetzen, wie mit der jüdischen Bevölkerung, die auf Grund ihrer Überzeugungen hier leben. Ich glaube dort, gemessen an allen anderen Plätzen, an denen ich diente, verschaffte mir die Tatsache, dass ich Araber war, einen Vorteil. Auf Grund meiner Kenntnis der arabischen Mentalität konnte ich oftmals einen guten Zugang zu den Problemen finden.“
„Eines Tages näherte sich eine junge Araberin dem Checkpoint, ein Messer in der Hand und versuchte auf den Soldaten einzustechen. Ich wurde gerufen und sie brach in Tränen aus, und zeigte mir ihren Körper. Er war über und über mit schwarz-blauen Hämatomen überdeckt. Ich verstand, dass sie zu Hause heftig geschlagen worden war,  weil sie, wie auch immer, die Ehre der Familie besudelt hatte. Sie wollte keinen Soldaten töten, sie wollte nur eine Möglichkeit wahrnehmen, die Familie hinter sich zu lassen. Sie wollte lieber in einem israelischen Gefängnis leben, als nach Hause zu gehen, wo möglicherweise der Tot auf sie wartete.“
„Als ich das verstanden hatte – obwohl ich ihre Handlung nicht entschuldigen konnte -  versuchte ich, ihr zu helfen.  Ihre Familie kam zum Checkpoint, um sie zurückzuholen. Ich habe sie tatsächlich mit meinem Körper geschützt. Sie schlugen mich und spuckten mich an. Das Mädchen wurde schlussendlich festgenommen, aber  ich bin sicher, mein Eingreifen hat sie gerettet. Das ist nur ein Beispiel für eine Situation, die auch ganz anders hätte enden können.“
Ungefähr sieben Monate später begann Wahib ein Training, um eine Kompanie befehligen zu können, und wurde anschließend einer Einheit zugeteilt, die an der ägyptischen Grenze operierte. Von dort aus führte ihn sein Weg wieder nach Tze´elim. Seit 2009 schult er sämtliche Truppenteile im Städte- und Häuserkampf, sagt er voller Stolz.
Hast du irgendwann einmal das Gefühl gehabt, dass Soldaten deine Führungsqualitäten in Frage stellten?
„Nie! Ich denke, dass ich hervorragende Führungsqualitäten habe und dass ich auf Grund meiner Herkunft das komplexere Bild einer Situation sehen kann. Ich habe immer darum gekämpft, und hart daran gearbeitet, dass mich nie jemand unvorbereitet erwischt. An den Abenden vor einer Vorlesung vor Soldaten sitze ich die ganze Nacht im Camp und bereite mich vor. Diese Zähigkeit habe ich auch an meine Soldaten weitergegeben.“
Wahib wurde erst in der letzten Woche zum Kommandanten von Tze´elim ernannt. Der Stuhl, auf dem er sitzt, ist noch nicht einmal warm. Trotzdem wirkt es so, als hätte Wahib immer schon dort gesessen. Sein Überblick über die Trainingsanlage ist detailliert. Er weiß, in welchen Bereichen die Schießübungen mir echter Munition stattfinden, er weiß genau, wann welche Einheit welche Bereiche nutzt, um zu verhindern, dass zwei Einheiten die Teilbereiche der Anlage gleichzeitig nutzen. „Das wäre verheerend. Dazu kommt noch, dass umherwandernde Beduinen immer wieder in das Übungsgelände eindringen, und einsammeln, was sich noch zu Geld machen lässt. Auch wenn dies im Prinzip nicht in das Aufgabengebiet der IDF fällt, auch diese „Besuche“ müssen koordiniert werden. Das ist eine große Verantwortung.“
„Wahib ist einer der besten Offiziere in der IDF.“ sagt Oberstleutnant Itzik Cohen, der derzeit als Kommandant einer anderen Trainingsbasis fungiert. Während der letzten drei Jahre war er der unmittelbare Vorgesetzte von Wahib. „Er hat viel geopfert,  um dahin zu kommen, wo er heute ist, er hat viel Schlimmes über sich ergehen lassen. Ich gehe so weit, zu  sagen, die IDF soll sich schämen, ihn nicht zu umarmen, willkommen zu heißen und in der Armee festzuhalten.  Ich tue auch weiterhin alles, um ihn im System zu halten. Gute Leute lassen wir nicht einfach so gehen! Wahib hat eine Chance erhalten,  sich in einer äußerst  wichtigen Schlüsselposition zu beweisen. Genau die Art von Position, die man als Sprungbrett braucht. Ich glaube an ihn!“
Wahib ist noch für ein Jahr verpflichtet. Er hofft,  eine weitere Stufe erklimmen zu können, die ihm die Chance gibt, weiter im Militär zu bleiben. Er möchte Karriere machen, aber die Angst vor Enttäuschungen lässt ihn nur in kleinen Schritten träumen. „Ich hoffe, Oberstleutnant zu werden und eine Job im Stab zu bekommen.“ sagt er.
Eine mögliche Ausmusterung beunruhigt ihn. „Meine Uniform, mein Rang, meine Offizierskarte – das sind meine VIP Eintrittskarten in die Israelische Gesellschaft, sie schützen mich. Ohne Uniform muss ich mich damit abfinden ein einfacher arabischer Bürger im Staat Israel zu sein.“
Glaubst du, dass sich die Dinge eines Tages verändern werden, und dass du dann kein VIP Tickt mehr brauchst, um dich zu schützen?
„Der Staat Israel hat viele Facetten und Ausprägungen. Zwei Völker leben hier, und je früher wir das zur Kenntnis nehmen, desto kleiner können wir den Schaden halten. Ich glaube, allein die Tatsache, dass ich Offizier der IDF bin, kommuniziert ein positives Signal an die hier lebenden Araber. Ich möchte gern glauben, dass der Weg, den ich gewählt habe sie überzeugt, dass sie andere Möglichkeiten haben. Mein Neffe und mein Cousin sind in diesem Jahr dem Grenzschutz beigetreten. Ich unterstütze sie und helfe ihnen mit meiner Erfahrung, wo immer es geht.“
„Ich weiß, dass ich eine Aufgabe zu erfüllen habe.  Ich hoffe, dass es in Zukunft viel mehr arabische Offiziere in der Armee geben wird, und dass wir  einen Weg finden, miteinander zu kommunizieren und Lösungen für ein gemeinsames Leben zu finden.“
In der letzten Zeit sind jährlich einige hundert Angehörige von ethnischen Minderheiten ins Militär eingetreten. Die IDF spricht von einer Verdreifachung in den letzten fünf Jahren. Von den Angehörigen ethnischer Minderheiten, die dienen sind:65% Beduinen, 25% Christen und15% (nur einige Dutzend) sind Muslims. Die muslimischen Gemeinden, von denen die meisten Soldaten herkommen sind Nazareth, Dir al-Assad, Bi’ina und Reineh. Gemäß IDF Statistiken dienen derzeit zwei arabische Offiziere in de IDF, aber nur einer, Ala Wahib, ist dem Stab zugeteilt. Kürzlich ist eine muslimische Offizierin aus der Luftwaffe ausgemustert worden. Während ihrer Dienstzeit sind fünfzehn muslimische und vierzehn christliche Araber im Dienst der IDF gefallen..
 
Der Originaltext erschien am 07. September 2012 in der Online Ausgabe von Israel Hayom und wurde geschrieben von Michal Yaakov Yitzhaki. Die Übersetzung ist von mir.